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Das Problem ist nicht nur ein schlechtes Passwort

Viele Menschen haben ein starkes Passwort und benutzen es dann überall. Das fühlt sich erst einmal vernünftig an. Das Passwort ist lang, hat Sonderzeichen und man kann es sich gut merken. Leider wird genau das zum Problem, sobald nur einer dieser Dienste gehackt wird.

Wenn deine E-Mail-Adresse und dein Passwort irgendwo auftauchen, können Angreifer dieselbe Kombination automatisch bei anderen Diensten ausprobieren. Dann wird aus einem Datenleck bei irgendeinem kleinen Shop plötzlich ein Problem für dein E-Mail-Konto, dein Social Media oder im schlimmsten Fall noch wichtigere Accounts.

Direkt ausprobieren

Ein Leak. Vier weitere Logins.

Wähle eine Passwort-Strategie und simuliere danach ein Datenleck bei einem unwichtigen Forum. Es werden keine echten Passwörter eingegeben oder gespeichert.

Die Demo wartet auf den simulierten Leak.

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Jeder Account bekommt ein eigenes Passwort

Meine Regel ist deshalb sehr einfach: Ich benutze ein Passwort nie zweimal. Wirklich nie. Dabei ist mir auch egal, ob es sich um meine Bank oder einen unwichtigen Account für irgendein Forum handelt.

Das klingt nach viel Arbeit, ist es aber nicht. Ich erfinde die Passwörter nicht selbst. Mein Passwortmanager erzeugt zufällige Passwörter und trägt sie später wieder ein. Ich muss sie meistens nicht einmal sehen.

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Apple Passwörter reicht für viele völlig aus

Wenn du iPhone oder iPad nutzt, würde ich mir zuerst Apples App Passwörter ansehen. Auf dem Mac gilt dasselbe. Sie speichert Passwörter und Passkeys. Sichere Passwörter kann sie selbst erzeugen und automatisch ausfüllen. Für die meisten Menschen reicht das völlig.

Du musst also nicht zwingend ein extra Abo für einen Passwortmanager abschließen. Andere Passwortmanager können sinnvoll sein, wenn du viele verschiedene Betriebssysteme nutzt, besondere Team-Funktionen brauchst oder einfach einen anderen Anbieter bevorzugst. Entscheidend ist für mich nicht die Marke, sondern dass du überhaupt einen benutzt.

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Was ich nicht mehr machen würde

  • ein Lieblingspasswort für mehrere Accounts benutzen
  • Passwörter in Notizen oder unverschlüsselten Dokumenten sammeln
  • absichtlich einfache Passwörter bauen, nur damit ich sie mir merken kann
  • kleine Accounts weniger ernst nehmen, weil sie angeblich unwichtig sind
  • Passwörter nur leicht verändern, zum Beispiel am Ende eine andere Zahl anhängen
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Einmal sauber einrichten und danach Ruhe haben

Du musst nicht an einem Abend jeden Account im Internet ändern. Fang mit den wichtigsten Zugängen an. Dazu gehören E-Mail und dein Apple- oder Google-Account. Danach kommen Banking und Bezahldienste. Social Media kannst du direkt mitnehmen. Alte Passwörter ersetzt du später nach und nach.

Das Ziel ist nicht, Sicherheit zu deinem neuen Hobby zu machen. Im Gegenteil. Ein guter Passwortmanager nimmt dir Arbeit ab. Seit ich für jeden Dienst ein eigenes Passwort nutze, denke ich deutlich weniger über Passwörter nach als früher.