Ein Social-Media-Profil ist nur geliehener Platz
Auf Social Media darf ich mein Profil ein bisschen gestalten. Am Ende bleibt es trotzdem die Plattform von jemand anderem. Sie entscheidet über das Format. Sie entscheidet über Reichweite und Regeln. Morgen kann sie den Algorithmus ändern oder eine Funktion entfernen.
Bei meiner Website ist das anders. Ich kontrolliere den Aufbau und die Inhalte. Ich kann eine Projektseite genau so bauen, wie ich sie brauche. Wenn mir morgen das komplette Design nicht mehr gefällt, ändere ich es. Ich muss nicht darauf warten, dass irgendeine Plattform mir dafür ein neues Feature gibt.
Ich will mich nicht für einen Feed zurechtschneiden
Auf Plattformen wird Inhalt fast automatisch an das Format angepasst. Ein Gedanke muss in einen Post passen. Ein Projekt braucht ein Bild. Ein Video soll schnell Aufmerksamkeit bekommen. Das verändert irgendwann auch, was man überhaupt veröffentlicht.
Hier muss ich nichts für einen Algorithmus kürzen. Ein Artikel darf lang sein. Ein kleines Projekt darf eine eigene Seite bekommen. Ich kann auch etwas veröffentlichen, das wahrscheinlich nur wenige Menschen interessiert. Genau das macht es für mich interessanter.
Keine Plattformmoderation heißt nicht keine Regeln
Eine eigene Website macht mich nicht rechtlich unangreifbar. Gesetze gelten natürlich weiterhin. Auch mein Hoster hat Bedingungen. Der Unterschied ist ein anderer: Eine Social-Media-Plattform entscheidet nicht zusätzlich, ob ein völlig legaler Beitrag in ihr Geschäftsmodell oder ihre Moderationsregeln passt.
Ich finde diese Unabhängigkeit angenehm. Meine Seite muss nicht möglichst werbefreundlich sein. Sie muss keine Engagement-Ziele erfüllen. Sie kann einfach das zeigen, was ich zeigen möchte.
Meine Projekte bekommen den Platz, den sie verdienen
Ich baue gern Dinge. Auf einem normalen Profil verschwinden Projekte nach ein paar Wochen zwischen anderen Posts. Auf meiner Website kann ich sie dauerhaft an einem Ort sammeln. Ich kann erklären, warum ich etwas gebaut habe und was technisch dahintersteckt.
Dasselbe gilt für Interessen. Stories und Tools passen neben Projekte. Später kann etwas völlig Neues dazukommen. Die Website wächst mit mir, statt mich in eine feste Profilvorlage zu drücken.
Eine Domain ist für mich die stabilere Identität
Nutzernamen ändern sich. Plattformen kommen und gehen. Eine eigene Domain kann dagegen sehr lange derselbe Einstiegspunkt bleiben. Von dort kann ich auf alles andere verweisen.
Wenn ich irgendwann ein soziales Netzwerk nicht mehr nutze, muss ich nicht mein komplettes digitales Zuhause umziehen. Ich entferne einfach den Link. Genau deshalb fühlt sich diese Website für mich mehr nach Besitz an als jedes Profil.
Und ich lerne beim Bauen ständig etwas
Der letzte Grund ist simpel. Mir macht es Spaß. Ich kann Design ausprobieren und neue Komponenten bauen. Performance und Hosting werden plötzlich zu praktischen Problemen statt zu abstrakten Themen.
Die Website ist deshalb nicht nur Schaufenster. Sie ist selbst eines meiner Projekte. Vielleicht ist genau das der beste Grund, überhaupt eine eigene zu haben.